Zweitwohnungssteuer

Landeshauptstadt München

Bayern

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Steuerbemessungsgrundlage
Mietobjekt

Jährliche Nettokaltmiete aus Mietvertrag oder ortsübliche Vergleichsmiete. Als Nettokaltmiete gelten auch alle anderen Formen eines vertraglich vereinbarten Überlassungsentgeltes, beispielweise Pacht, Nutzungsentgelt, Erbbauzins, Leibrente.

Wenn nur eine Bruttokaltmiete (einschließlich Nebenkosten, aber ohne Heizkosten) vereinbart wurde, gilt als Nettokaltmiete die um einen Abzug von 10 % verminderte Bruttokaltmiete. Wenn nur eine Bruttowarmmiete (einschließlich Nebenkosten und Heizkosten) vereinabart wurde, gilt als Nettokaltmiete die um einen Abzug von 20 % verminderte Bruttowarmmiete.

Steuerbemessungsgrundlage
Eigentumsobjekt

Nettokaltmiete der Wohnung (ortsübliche Vergleichsmiete wird geschätzt)

Steuersatz

Die Steuer beträgt 9 % der Steuerbemessungsgrundlage im Kalenderjahr

Befreiungen und Ermäßigungen

a) Eine Härtefallregelung gemäß Artikel 3 KAG Bayern kann seit dem 1.1.2009 auf Antrag in Anspruch genommen werden:
Eine Steuer auf das Innehaben einer Wohnung wird nicht erhoben, wenn die Summe der positiven Einkünfte des Steuerpflichtigen nach § 2 Abs. 1, 2 und 5a EStG im vorletzten Jahr vor Entstehen der Steuerpflicht 29 000 ¤ nicht überschritten hat. Bei nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten und Lebenspartnern beträgt die Summe der positiven Einkünfte 37 000 ¤. Bezieht der Steuerpflichtige Leistungen nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a oder Nr. 5 Satz 2 Buchst. a EStG , ist den positiven Einkünften der nicht steuerpflichtige Anteil der Leistungen hinzuzurechnen. Ist die Summe der positiven Einkünfte im Steuerjahr voraussichtlich niedriger, so ist von den Einkommensverhältnissen dieses Jahres auszugehen. Die Steuer wird nicht höher festgesetzt als ein Drittel des Betrags, um den die Summe der positiven Einkünfte 29 000 ¤ bzw. 37 000 ¤ übersteigt.

b) Wohnungen, die von öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern zu therapeutischen Zwecken oder für Zwecke der Erziehung zur Verfügung gestellt werden.

c) Wohnungen in Alten-, Altenwohn- und Pflegeheimen, Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftiger Personen und ähnliche Einrichtungen.

d) Zweitwohnungen, die aus beruflichen Gründen gehalten werden, wenn der Inhaber verheiratet ist und nicht dauernd getrennt lebt und sich dessen eheliche Wohnung in einer anderen Gemeinde befindet.

Satzungsrecht / Quellen

Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer in der Landeshauptstadt München (PDF), in Kraft seit dem 1.1.2006

Website der Landeshauptstadt München

www.muenchen.de

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